Palliative Betreuung
Mit Jänner 2001 wurde der Vollbetrieb aufgenommen. Nicht alle
Patienten, die die folgenden Aufnahmekriterien erfüllen, können auch
tatsächlich aufgenommen werden. Wichtiges Ziel ist deshalb, in Zusmmenarbeit
mit ambulanten Diensten, Hausarzt und Hospizbewegung, möglichst viel
Betreuung zu Hause zu ermöglichen. In diesem Fall stehen wir gerne für
fachliche Unterstützung bei palliativmedizinischen Fragestellungen zur
Verfügung. In weiterer Folge können wir den Patienten auch eine Betreuung in
unserer Ambulanz anbieten.
Aufnahmekriterien für eine stationäre Betreuung
- Patienten mit einer weit fortgeschrittenen und aktiv fortschreitenden
unheilbaren Erkrankung, meist Krebserkrankung und dadurch begrenzter
Lebenserwartung.
- Medizinische Indikation bei starken, nicht beherrschbaren Schmerzen
oder anderen quälenden Symptomen (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Atemnot... )
oder psychosoziale Indikation bei Überlastung des betreuenden
Umfeldes.
- Patient und Angehörige sollten über die fortgeschrittene und unheilbare
Erkrankung aufgeklärt sein.
- Aufnahme nur nach freier Zustimmung des Patienten.
- Aufnahme unabhängig von Religionszugehörigkeit, Weltanschauung und
finanzieller Situation. (Verrechnung wie bei jedem anderen
Krankenhausaufenthalt )
Angebotene Betreuung in unserer Ambulanz
- Erst- und Neueinstellung von Schmerz- und Symptomtherapie, weitere
Beratung und Begleitung, Schmerzpumpenbetreuung
- Beratung bei Ernährungsstörungen im Rahmen von Tumorerkrankungen
- Intervention bei psychosozialen Krisen (Überlastung des betreuenden
Umfeldes)
- Erstgespräch vor geplanter Aufnahme
- Begleitung von Angehörigen bei Abschied und Trauer
Aufnahme
Ist möglich nach Zuweisung aus einem Krankenhaus, durch auswärtige
Fach- oder Hausärzte oder nach Kontaktaufnahme durch soziale Dienste,
Hospizinitiativen bzw. nach persönlicher Anmeldung durch Patient und
Angehörige.
Das Zuweisungsformular wird von uns bei telefonischem Erstgespräch per Fax
oder E-Mail übermittelt und kann auf demselben Weg fertig ausgefüllt und mit
ausreichend beigefügten Zusatzinformationen (Arztbriefe,
Pflegebegleitschreiben, Befunde ...) retourniert werden. Fallweise ist vor
Entscheidung über eine mögliche Aufnahme auch ein Besuch beim Patienten
sinnvoll.
Aufenthaltsdauer
Die Aufenthaltsdauer ist prinzipiell begrenzt. D.h. die Patienten sollen bei
weitgehender Beschwerdefreiheit wieder in ihre gewohnte Umgebung
zurückkehren können. Gute Zusammenarbeit mit Angehörigen, Hausarzt und
sozialen Diensten soll dies ermöglichen. Unsere Station kann kein Ersatz für
ambulante oder stationäre Pflegeeinrichtungen sein.
Behandlung
Ganzheitliche Betreuung unter Berücksichtigung der körperlichen,
psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse entsprechend der
Hospizidee. Den Tagesablauf in der Pflege - wann und wie viel Hilfe benötigt
wird - bestimmt vor allem der Patient. Wir richten uns nach Möglichkeit
danach.
Besuchszeit
Rund um die Uhr. Angehörige werden gerne in die Pflege und Betreuung
miteinbezogen und können jederzeit auch auf der Station übernachten.
Team
Um auf die individuellen Bedürfnisse unserer Patienten eingehen zu können,
ist unser Team interdisziplinär zusammengesetzt.
Vernetzung
Ein wichtiges Anliegen unserer Arbeit ist die weitere Verbreitung und
Umsetzung von Hospizidee und palliativmedizinischem Handeln im sozialen
Betreungsnetz und in der Gesellschaft.
Wir suchen die Kooperation mit Hausärzten, den ambulanten Diensten und
Krankenhäusern.
Für fachliche Auskünfte und Unterstützung bei Fortbildungen stehen wir
ebenfalls gerne zur Verfügung.
Auskünfte und Terminvereinbarungen
Mo. - Fr.: 7.30 bis 12.30 / 13.30 bis 16.00 Uhr
In dringenden Fällen ist die Station jederzeit telefonisch
erreichbar.
"Das ist der Gastfreundschaft tiefster Sinn:
Dass der eine dem anderen Rast gebe
auf dem Wege nach dem ewigen zuhause." (Romano Guardini)
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